Photo: Chromaistanbul

Haus der Fremde 

2022 (erste Version 2015)
Eisen, Baugerüstnetz, Räder, Kabelbinder

Jinran Ha Haus der Fremde (2022, erste Version 2015) befragt als zweite Haut für einen menschlichen Körper das Verhältnis zwischen dem ganz privaten Raum und den sozialen Kontexten, in denen wir uns bewegen.
In ihren Dimensionen erinnert die mobile Skulptur an einen minimalen Schutzraum. Das halbtransparente Material, das eigentlich Baugerüsten zur Abschirmung dient, bietet jedoch verschwommene Ein- und Ausblicke und bildet keinerlei verlässliche Abschirmung gegen Wettereinflüsse. Auch die Struktur mit den feinen Stäben und den winzigen Rollen wirkt
so fragil, dass sie von jedem Windhauch in Bewegung gesetzt und auch zu Fall gebracht werden könnte. Das Blau des zarten Gewebes lässt an Himmel oder Wasser denken. Als Farbe des Traums und der Melancholie gibt es dem kleinen Gebäude eine sehnsuchtsvolle, poetische Dimension.

Text: Stefanie Bringezu

Installation view at Projektraum 145, photo: Chromaistanbul

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